Warum ich das hier mache

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– Warum ich das hier mache

Als ich geboren wurde, war der Zweite Weltkrieg gerade mal 16 Jahre her. Ich wuchs auf unter Erwachsenen, die alle in der Nazizeit gelebt hatten. Wir Kinder plapperten Begriffe nach, von denen uns nicht bewusst war, dass sie aus dem Nazi-Vokabular stammten.

Als Jugendlicher hatte ich lange Haare und versuchte, einen möglichst rebellischen Eindruck zu erwecken. Eine ältere Dame kommentierte das mit der damals unter Rentnern geläufigen Bemerkung: „Das hätte es beim Hitler nicht gegeben.“ Sprich: In der goldenen Nazizeit wäre einer wie ich im KZ gelandet – und recht wäre mir geschehen.

Damals fragte ich mich: Wie hätte ich wohl in der Nazizeit gehandelt? Hätte ich mich von der allgemeinen Euphorie für Hitler mitreißen lassen? Wäre ich mitgelaufen? Hätte ich aus Angst geschwiegen? Oder hätte ich Widerstand geleistet?

Jetzt habe ich Gelegenheit zu beweisen, dass ich damals nicht mitgemacht hätte. Denn heute werden Juden wieder stigmatisiert, verteufelt, ausgegrenzt und allein gelassen. Nicht einmal Medien, die ich bisher für seriös hielt, stellen sich dem entgegen. An etlichen Hochschulen und auf israelfeindlichen Demos liegt eine Pogromstimmung in der Luft, die mich an die Berichte über die 1920er-Jahre erinnert.

Anders als damals gibt es heute einen Staat, in den Deutschlands Juden auswandern können, wenn es ihnen hier zu schlimm wird. Und genau diesen Staat, Israel, soll ich nun also ablehnen.

Wer hat die Atmosphäre bei uns derart vergiftet?

Das waren die heute gefährlichsten Feinde der Juden, Israels und des Westens: gewaltbereite Islamisten. Wohl die meisten von ihnen sind seit 2016 mit den Millionen Flüchtlingen aus muslimischen Ländern zu uns gekommen. Unterstützt werden sie von ihren Verbündeten aus der linken Szene. Einträchtig demonstrieren sie mit ihren Kufiyas ihre Verehrung für Amin al-Husseini, der die Kufiya als Symbol des judenfeindlichen Terrors eingeführt hat. Oder wissen die linken Kufiya-Träger gar nicht, was sie da tragen?

Völkermörder al-Husseini
In den 1930er-Jahren verhinderte al-Husseini, der zur selben Zeit die Kufiya als antisemitisch aufgeladenes Erkennungszeichen für Palästinas Araber durchsetzte1, die vom Völkerbund beschlossene Einrichtung einer jüdischen Heimstätte in Palästina. Da waren vier Fünftel des damaligen britischen Mandatsgebiets – das heutige Jordanien – bereits fest in arabischer Hand. Und auch von dem restlichen Fünftel hätten die Palästinenser für eine Lösung nur einen Teil für jüdische Zuwanderung offen lassen müssen – was nicht bedeutet hätte, dass die dort lebenden Araber vertrieben worden wären. Geplant war vielmehr ein arabischer und ein viel kleinerer jüdischer Staat, viel kleiner auch als das heutige Israel, mit gemischter jüdischer und arabischer Bevölkerung2. Hunderttausende, wenn nicht Millionen Juden hätten so Rettung finden können.

Aber al-Husseini zog es vor, dass Europas Juden von den Nazis ermordet wurden. In den 1940er-Jahren setzte er sich bei Hitler dafür ein, den Holocaust auf Nahost auszuweiten, und verbreitete im ganzen arabischen Raum Nazi-Propaganda, die heute noch nachwirkt und nun via Einwanderung zu uns zurückkommt. (So viel zu dem geschichtsvergessenen Slogan „Free Palestine from German Guilt“.) 1948 hetzte er arabische Staaten in den Krieg gegen Israel, der einen Genozid an den israelischen Juden zum Ziel hatte.

Die Kufiya ist ok, der Davidstern nicht?
Diese zugewanderten al-Husseini-Verehrer und ihre linken Assistenten also haben das Klima in Deutschland so vergiftet, dass es gefährlich geworden ist, den Davidstern zu tragen. Denselben Stern, den in Deutschland während der mörderischen 1940er-Jahre die Juden tragen mussten, damit die Nazis sie leichter ins Gas schicken konnten.

Diesen Davidstern soll ich mir nun also verbieten lassen von den Verehrern des Holocaust-Förderers al-Husseini – desselben al-Husseini, der die Kufiya, die sie tragen, zum antisemitischen Terror-Symbol gemacht hat. Das soll die neue Normalität werden in dem Staat, der Rechtsnachfolger ist der Mörder an sechs Millionen Juden?

Wo ich dabei bin – und wo nicht
Warum also kläre ich hier auf über die Lügen der Feinde Israels?

Weil ich will, dass die Juden in Deutschland sicher und geachtet sind. Weil ich will, dass wir den Staat Israel nicht ausgrenzen und nicht im Stich lassen. Und weil ich nicht will, dass die Feinde der Juden, Israels und des Westens diktieren können, was in Deutschland noch gesagt werden darf und was nicht.

Meine Mittel sind bescheiden. Aber meinen Beitrag zur Meinungsbildung, so klein er auch sei, will ich leisten.

Fußnoten

  1. https://www.t-online.de/leben/aktuelles/id_100260666/palaestinensertuch-hinter-der-kufiya-stecken-diese-bedeutungen-.html ↩︎
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Peel-Kommission ↩︎
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