Antisemitismus im Islam

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– Warum ich ein Zionist bin
– Hat Israel in Gaza das Völkerrecht gebrochen?
– UNRWA: Ein Brandstifter spielt Feuerwehr
– Müssen wir die jüdischen Siedlungen in der Westbank verurteilen?
– Antisemitismus im Islam
– Antisemitismus von links
– Ist Solidarität mit Israel unchristlich?
– Mein Statement zum 7. Oktober
– Warum ich das hier mache

Antisemitismus im Islam

Welcher Antisemitismus ist gefährlicher: der von rechts – oder der vom politischen Islam?

Den größten Schaden in der Geschichte hat zweifellos der rechte Antisemitismus der Nazis angerichtet. Aber welcher Antisemitismus heute die größte Gefahr für jüdisches Leben darstellt: Das ist eine andere Frage.

Heute geht die größte Bedrohung für jüdisches Leben vom politischen Islam aus. Oder täusche ich mich? Hat das, was die von Iran und Katar finanzierten Terroristen in Israel anrichten, mit dem Islam gar nichts zu tun? Das jedenfalls haben mir Muslime immer wieder versichert. 

Wie verhält es sich damit? Wie verbreitet ist der Antisemitismus in der muslimischen Welt? Inwieweit ist er religiös motiviert? Welche Rolle spielen andere Einflüsse, darunter auch Nachwirkungen der Nazi-Propaganda? Und in welchem Ausmaß prägt der Antisemitismus aus muslimischen Ländern die Meinungsbildung im Westen? 

Eine persönliche Annäherung

Als Lehrer für Deutsch als Zweitsprache bin ich vielen Muslimas und Muslimen begegnet. In Klassen für junge Flüchtlinge und in Politik-Kursen haben wir auch über Antisemitismus gesprochen. Ich freue mich, sagen zu können: Meine Erfahrungen aus diesen Begegnungen und Gesprächen sind durchweg positiv.

2017 nahm ich in Wiesbaden mit zwei Deutsch-Klassen für junge Migranten, die meisten von ihnen Muslime, an der Einweihung einer Stele teil, die an jüdische Nazi-Opfer erinnert1. Alle drückten ihre Anteilnahme aus, indem sie Steine mit den Namen der Ermordeten an der Stele anbrachten. Nach meinem Eindruck taten sie dies freiwillig und mit aufrichtigem Mitgefühl.

Auch in den Jahren danach habe ich von Muslimas und Muslimen immer wieder gehört, wie sehr sie die Gewalt von Hamas und anderen Terror-Organisationen verabscheuen. Manche berichteten von antisemitischer Indoktrination, der sie in ihren Heimatländern ausgesetzt waren. So musste ein Syrer während seiner gesamten Schulzeit jeden Tag mit seiner Klasse antreten zum Hitlergruß. Der Hass auf Juden wurde also unleugbar auf scheußlichste Weise vermittelt. Doch zumindest bei diesem Schüler scheint die Methode nicht gefruchtet zu haben. 

Erst kürzlich bat mich eine Muslima inständig, der negativen Berichterstattung über Muslime nicht zu glauben: Die allermeisten, so die junge Syrerin, verabscheuten Terror und wollten mit allen in Frieden leben, selbstverständlich auch mit Jüdinnen und Juden.

Meine persönlichen Erfahrungen als Lehrer sind also durchweg positiv. Das halte ich mir immer wieder vor Augen. Für mich ist es ein nicht unerheblicher Teil der Wahrheit. Aber die ganze Wahrheit ist es nicht.

Irritationen

Hätte ich in den Jahren seit 2016 nicht als Lehrer, sondern als Polizist mit muslimischen Migranten zu tun bekommen, so hätte ich sicherlich einen anderen – ebenfalls einseitigen – Eindruck bekommen.

Dass Deutschland seit Ende 2015 mehrere Millionen Flüchtlinge aufgenommen hat2, habe ich immer positiv gesehen. Und auch heute noch finde ich es wertvoll, dass wir so vielen Menschen helfen konnten, die etwa vor dem syrischen Bürgerkrieg oder vor dem Terror der Taliban geflohen sind. Dass vor dem Ukraine-Krieg die meisten Flüchtlinge Muslime waren, hat für mich keinen Unterschied gemacht. Und immer noch glaube ich, dass von den meisten Muslimen in Deutschland keine Gefahr ausgeht. 

Dennoch hat meine Einstellung zur Immigration inzwischen Risse bekommen.

Zwei Fakten haben mich besonders irritiert: 

Zum einen die Gewalt nach einem Fußballspiel zwischen Ajax Amsterdam und Maccabi Tel Aviv am 7. November 2024 in Amsterdam. Israelische Fans wurden durch Straßen gehetzt, getreten, geschlagen und mit brutaler Gewalt gezwungen, “Free Palestine” zu sagen. Das Pogrom war von Islamisten mit Verbindung zur Hamas geplant worden, beteiligt waren vor allem junge Araber3.

Irritiert hat mich zum anderen zu erfahren, dass israelische Urlauber sich in den meisten europäischen Ländern nicht mehr sicher fühlen. Eine Ausnahme ist Ungarn. Ungarn ist zu einem bevorzugten Reiseziel von Israelis geworden. Der Grund? In Ungarn gibt es kaum muslimische Migranten, die Juden bedrohen könnten. 

Offenbar ist die Sicherheit von Israelis überall dort bedroht, wo der Anteil muslimischer Migranten hoch ist. 

Was die Zustände in Deutschland angeht, so hat mich unter anderem die Erfahrung einer Israeli beeindruckt, die über die Jahre immer wieder Deutschland besucht hat. Noch nie, so erzählte sie uns in einem Online-Panel der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, war die Lage für sie so bedrückend wie bei ihrem letzten Besuch. Hatte sie sich vor dem 7. Oktober 2023 noch frei bewegen können, so stand sie nun unter Polizeischutz und musste ihren Davidstern auf Anraten ihrer Beschützer immer wieder verstecken. 

Ein unheimlicher Satz kommt mir in den Sinn. Ich meine, ihn von Gad Saad gehört zu haben, kann die Quelle aber nicht mehr finden. Saad ist ein Professor und Podcaster, der in jungen Jahren mit seiner Familie aus dem Libanon fliehen musste, weil sie als Juden dort nicht mehr sicher waren. Wenn ich mich recht entsinne, sagte Saad vor dem Hintergrund seiner persönlichen Lebenserfahrung4: “Muslime sind friedlich bis sie es nicht mehr sind, und dann mach dich besser aus dem Staub.” („Muslims are peaceful until they are not, and then you better run“). 

Als Fünfjähriger hatte Saad erleben müssen, wie nach dem Tod des ägyptischen Präsidenten Nasser eine hysterische Menge, für ihn damals völlig unerwartet, „Tod den Juden“ skandierte. Die Familie flüchtete nach Kanada, wo Saad als junger Mann mit Arabern, deren Sprache er perfekt beherrscht, Fußball spielte. So lange diese ihn für einen Araber hielten, ließen sie ihrem Judenhass freien Lauf. Wie sie gegen die Juden hetzten: Das, so Saad, hätten sogar Hitler und Goebbels übertrieben gefunden. 

Dass meine muslimischen Schüler derart feindselig über Juden reden würden, kann ich mir nicht vorstellen. Wie also soll ich einen realistischen Eindruck gewinnen vom Ausmaß der Bedrohung, das von der muslimischen Bevölkerung für die Juden ausgeht? Und wie soll ich herausfinden, was das mit ihrer Religion zu tun hat?

Um mehr zu erfahren, blicke ich zunächst auf Umfragewerte und andere Zahlen. Danach befrage ich islamische Quellen – den Koran, die Hadithe und andere – auf ihre Haltung zu den Juden. Da ich nicht alle diese Quellen selbst gelesen habe, stütze ich mich dabei auf die Darstellung von Abdel-Hakim Ourghi in „Die Juden im Koran“. 

Vom Quellenstudium allein darf man nicht zu viel Aufschluss erwarten. Denn wichtig ist auch, wie diese Quellen interpretiert wurden. Deshalb schaue ich darüber hinaus zum einen auf die Geschichte der islamisch-jüdischen Beziehungen seit Mohammed. Zum anderen stelle ich einige besonders einflussreiche Theologen des 19. und 20. Jahrhunderts vor. Und ich stelle dar, wie sich ihre – überwiegend judenfeindliche – Theologie ausgewirkt hat auf die einflussreiche Muslimbruderschaft, ihre terroristischen Ableger und deren staatliche Unterstützer. 

Dass ich mich dabei auf die Arbeit von Experten stütze, macht mich nicht zum Experten. Doch selbst wenn ich einer wäre, sollten Sie sich nicht auf mich verlassen. Denn in diesem Feld tummeln sich viele Experten mit einer ideologischen Agenda, die der Wahrheitsfindung nicht dient. Auch Experten können in die Irre führen.

Antisemitismus unter Muslimen: einige Zahlen 

Wie verbreitet ist Antisemitismus unter den Muslimen in Deutschland und weltweit?

Einen Eindruck vermittelt der islamische Religionspädagoge Mouhanad Khorchide in seinem 2025 erschienenen Buch „Ohne Judentum kein Islam. Die verleugnete Quelle“. Die meisten der folgenden Zahlen habe ich von ihm übernommen.

In mehrheitlich muslimischen Ländern ist die Haltung gegenüber Juden fast überall negativ. Im Libanon, in Jordanien, Ägypten, der Westbank und Gaza haben mindestens 95 % der Bevölkerung eine negative Einstellung gegenüber Juden. Den niedrigsten Wert unter den arabischen Ländern hat Marokko mit immer noch 80 %. Von den arabischen Israelis denken „nur“ 35 % negativ über Juden. 

Unter Deutschlands Muslimen – es dürften wohl etwa fünfeinhalb Millionen5 sein – sind antisemitische Einstellungen weniger verbreitet als im arabischen Raum, aber deutlich häufiger als in der deutschen Gesamtbevölkerung. Das gilt nicht für Muslime aus Südosteuropa, dafür umso mehr für Muslime mit arabischen oder türkischen Wurzeln. Unter jungen Muslimen ist Antisemitismus verbreiteter als unter älteren, unter religiösen Muslimen stärker als unter säkularen.

Doch wie gefährlich ist dieser Antisemitismus? Festgestellt wird er anhand der Zustimmung zu Aussagen, die nicht alle gleich bedrohlich sind. Wer zum Beispiel glaubt, dass Juden gegenüber Israel loyaler seien als gegenüber dem Land, in dem sie wohnen, wird dadurch nicht zum Gefährder.  

Fragen wir also nicht nur nach antisemitischen Einstellungen, sondern auch nach der Gefährlichkeit. Beginnen wir mit einem Blick in die frühen Quellen des Islam: Wird, wer diese Quellen wörtlich nimmt, durch sie zur Gewalt gegen Juden angestachelt?

Was sagen die frühen Quellen des Islam über Gewalt gegen Juden? 

Vorab: Von den frühen Quellen des Islam dürfen wir nicht direkt auf die Gewaltbereitschaft der Muslime heute schließen: Was in den Quellen steht, ist eine Sache – wie Muslime heute diese Quellen interpretieren, eine andere. 

Auch gibt es Muslime, die diese Quellen gar nicht kennen. In manchen Ländern ist es üblich, den Koran auf Arabisch zu lesen, ohne den Inhalt zu verstehen. Und in den deutschen Gefängnissen sitzen Extremisten, die für den Islam morden wollen, ohne auch nur das Mindeste über ihn gelernt zu haben: Mouhanad Khorchide hat als islamischer Religionspädagoge mit einem inhaftierten Gefährder gesprochen, der noch nicht einmal wusste, dass Mohammed seit Jahrhunderten verstorben ist6.

Was über Mohammeds Leben auf uns gekommen ist, stammt überwiegend aus Werken, die lange nach seinem Tod entstanden sind. Ob alles tatsächlich so war, wie es darin festgehalten ist, ist daher umstritten. Aber wie dem auch sei: Viele Muslime hegen daran keinen Zweifel. Wir erfahren aus diesen Quellen also zumindest, woran viele Muslime glauben. 

Fragen wir also, was ein Muslim in den frühen Quellen seines Glaubens vorfindet. Neben dem Koran sind das die Hadithe, die Sunna, die Sharia, eine Mohammed-Biographie aus dem 8. Jahrhundert und weitere frühislamische Geschichtswerke. 

In Abdel-Hakim Ourghis „Die Juden im Koran“ finden Sie zur folgenden Darstellung reichlich Stellenbelege und Einblicke in die wissenschaftlichen Kontroversen um die Geschichte des Islam. 

Friedfertige Muslime finden im Koran viele Stellen, auf die sie sich berufen können. So lesen wir in Sure 2, Vers 190, dass Kriege nur zum Zweck der Selbstverteidigung geführt werden dürfen. Suizid ist verboten – was für einen friedfertigen Muslim selbstverständlich auch für Selbstmordattentate gilt (4:29, 2:195). Menschen zu töten, ist nur in eng definierten Grenzen gestattet, beispielsweise als Strafe für Mord7. Und was Israel angeht: Auch für das Existenzrechts Israels als jüdischer Staat lässt sich eine koranische Stelle anführen (17:104): „Und nach ihm sprachen Wir zu den Kindern Israels: ‚Wohnet in dem Lande (Palästina); und wenn die Zeit der zweiten Verheißung kommt, dann werden Wir euch hinzubringen als eine Schar, gesammelt (aus den verschiedenen Völkern).'“ 

Doch enthält der Koran auch Suren mit anderer Ausrichtung, wie: „Tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, nehmt sie gefangen, sperrt sie ein und lauert ihnen an jedem Ort auf, an dem ihr sie überfallen könnt“ (9:5). Auch andere klassische und moderne Quellentexte des Islam sehen in dem – militärisch verstandenen – Dschihad eine Pflicht der Gläubigen und ein charakteristisches Merkmal ihrer Religion8.

So umstritten also Dschihadisten wie der Terror-Ideologe Sayyid Qutb auch sein mögen: Offensichtlich sind sie so sehr im Einklang mit dem Wortlaut des frühislamischen Kanons, dass sich muslimische Kleriker schwer damit tun, sie als Häretiker zu verurteilen9

Wie nun steht es den frühislamischen Quellen nach um Mohammeds Verhältnis zu den Juden?

„Ihr habt eure Religion, und ich die meine“, wird Mohammed gern zitiert, um seine religiöse Toleranz zu belegen (Koran 109:6). 

Dieser Satz stammt aus der frühen Zeit von Mohammed in Mekka, vor seiner Auswanderung nach Medina. Damals hatte er noch keine politische Macht und musste sich mit seiner andersgläubigen Umgebung arrangieren. 

Später, nachdem er in Medina politische und militärische Macht erlangt hatte, klang seine Botschaft anders: Gott habe die Juden wegen ihres Ungehorsams in „abscheuliche Affen“ verwandelt (Koran 7:166). Sie seien Heuchler und hätten die Gesandten Gottes umgebracht (Koran 5:51). Man solle sich nicht mit ihnen anfreunden (Koran 5:51 u. a.). 

Solange jedoch Mohammed in Mekka lebte – bis 622 n. Chr. – pflegte er mit Andersgläubigen den gewaltfreien Dialog. Unter den Juden und Christen fand er Schriftgelehrte, die er gerne zu religiösen Fragen um Rat fragte (Koran 10:94). 

Auch nach seiner Auswanderung nach Medina, wo er als Prophet in hohem Ansehen stand, blieb er mit den Juden seiner Umgebung noch einige Zeit im Gespräch. Das tat er so lange, wie er hoffte, dass sie ihn anerkennen und zum Islam konvertieren würden. Als er jedoch einsehen musste, dass die Juden ihren überlieferten Glauben nicht aufgeben würden, änderte er seine Haltung. 622 hatte sich Mohammed noch zum Schutz der Juden verpflichtet, in der „Gemeindeordnung von Medina“: Doch die war bald das Material – vermutlich Leder – nicht mehr wert, auf dem sie festgehalten worden war.

Ein Wendepunkt war die Schlacht bei Badr vom 19. März 624, in der Mohammeds Heer über die mekkanischen Polytheisten siegte, um ihnen seine Religion aufzuzwingen. Bereits zuvor hatte er den jüdischen Dichter Abu ‚Afak enthaupten lassen, weil dieser sich in seinen Gedichten über Mohammed lustig gemacht hatte. Auch die jüdische Dichterin Asma’bint Marwan und der ebenfalls jüdische Dichter Ka’b b. al-Asraf mussten ihre Spottverse mit dem Leben bezahlen. 

An diesen politischen Morden orientieren sich islamistische Terroristen heute noch, wenn sie unliebsame Kritiker ausschalten. 

Nach dem Sieg von Badr fühlte sich Mohammed stark genug, die drei ortsansässigen jüdischen Stämme anzugreifen. 624 stellte er die Juden des Stamms Banu Qainuqa vor die Wahl: Islam oder Tod. Nur die Fürsprache eines arabischen Anführers verhinderte ein Blutbad. Die Qainuqa wurden vertrieben, ihr Hab und Gut füllte Mohammeds Kriegskasse.

Den nächsten jüdischen Stamm traf es 625, zu einer Zeit, als Mohammed nach einer verlorenen Schlacht seine Autorität wiederherstellen musste. Die jüdischen Banu an-Nadir boten sich als leichte Beute an. Sie wurden vertrieben und durften nicht einmal den Ertrag ihrer Dattelernte mitnehmen.

Als Mohammed schließlich 627 den letzten verbliebenen jüdischen Stamm angriff, die Banu Quraiza, blieb es nicht bei Vertreibung. Der Koran berichtet von unmenschlichen Strafen wie Kreuzigung und Abhacken von Gliedmaßen (69:30–37, 5:33–34, 76:4). 600 bis 900 Männer wurden enthauptet, 1000 Kinder und Frauen wurden versklavt.  

Danach griff Mohammed weiter aus: 628 unterwarf er die Juden der Oase Haibar rund 150 Kilometer nördlich von Medina und zwang sie, fortan jährlich die Hälfte ihres Ernteertrags als Tribut zu entrichten. Kurze Zeit später unterwarf er drei weitere jüdische Siedlungen.

Haibar war das erste Gebiet, das von Mohammeds Gemeinde gewaltsam erobert wurde. Israelfeindliche Hetzer weltweit sehen darin einen Triumph und skandieren: „Haibar, Haibar, oh ihr Juden! Mohammeds Heer wird bald wiederkehren!“ 

Muslime, die die Hadithe für verbindlich halten, finden darin eine – angebliche oder tatsächliche – Aussage Mohammeds, mit der unter anderem die Hamas ihren Terror rechtfertigt10: „Die Stunde des Jenseits wird nicht schlagen, bis die Muslime die Juden bekämpfen und töten, sodass die Juden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Die Steine und die Bäume sagen allerdings: O, Muslim! O, Diener Gottes, ein Jude versteckt sich hinter mir. Komm und töte ihn!“ 

Am 7. Oktober 2023 waren es dann nicht Bäume, sondern palästinensische Zivilisten, die den „Dienern Gottes“ – wie die Hamas-Terroristen sich verstanden – versteckte Israelis verrieten, damit diese sie erschossen. 

Wie harmonisch waren die muslimisch-jüdischen Beziehungen im Mittelalter? 

Was ist dran an der verbreiteten Vorstellung, dass während des Mittelalters die Juden im muslimischen Machtbereich sicher lebten und unbehelligt ihre Religion ausüben konnten? 

Im direkten Vergleich mit der Lage der Juden im damaligen christlichen Machtbereich schneidet der muslimische insgesamt wahrscheinlich tatsächlich deutlich besser ab. Das ist angesichts der christlichen Gräuel aber auch kein Kunststück.

Auch unter muslimischer Herrschaft waren Juden immer wieder Pogromen, Verfolgungen und Vertreibungen ausgesetzt11. Von ihrer Umgebung verachtet, durften sie ihre Religion nur im Verborgenen ausüben. Zeitweise durften sie keine Synagogen bauen und baufällige Synagogen nicht instandsetzen. Als „Schutzbefohlene“ mussten sie eine Kopfsteuer bezahlen. Bei der Übergabe dieser Steuer mussten sie sich demütigenden Ritualen unterwerfen, wurden öffentlich geohrfeigt und mit einem Stock geschlagen. Hinzu kamen Verhaltens- und Kleidervorschriften, die schließlich auch den Nazis als Vorlage für ihren „Judenstern“ dienten. 

Wahr ist, dass sephardische Juden im Osmanischen Reich Zuflucht fanden, nachdem das Alhambra-Edikt von 1492 die Vertreibung aller Juden aus Kastilien und Aragón angeordnet hatte. Und es erging ihnen dort tatsächlich besser als im christlichen Abendland (Ourghi 28). Dennoch sehen Historiker in der vielbeschworenen Harmonie zwischen Muslimen und Juden im „goldenen Zeitalter“ Andalusiens nicht viel mehr als „eine hartnäckige, von naiver Romantik umwölkte Legende“ (Weinstock12). 

Die arabischen Juden im 20. Jahrhundert

Vollends katastrophal wurde die Lage der arabischen Juden im 20. Jahrhundert. Seit 1948 wurden über 800.000 von ihnen aus ihrer Heimat vertrieben, in der ihre Vorfahren seit 2000 Jahren gelebt hatten. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 99,5 %. In Iran waren die Juden nach der Revolution von 1979 Feindseligkeiten ausgesetzt, die über 70.000 von ihnen in die Emigration zwangen. Heute leben noch ungefähr 8.000 bis 15.000 Juden dort, ständig bedroht von der nächsten antisemitischen Aufwallung. In den arabischen Ländern sind es nur noch wenige tausend. 

Algerien, für postkoloniale Ideologen das Musterland des antikolonialen Befreiungskampfes, war nach dem Unabhängigkeitskrieg 1962 ein Land ohne jüdische Bürger. Die gut hundert Juden, die dort heute wieder leben mögen, können dies nur, weil sie sich nicht als Juden zu erkennen geben13

Was sagen die Theologen?

Wie werden die frühislamischen Quellen und die Geschichte des Islam heute interpretiert? Was sagt der Imam in der Moschee dazu?

Sicherlich würde eine Recherche eine Vielfalt an Auslegungen ergeben, von denen viele keine Bedrohung für Israel und den freien Westen darstellen. Darüber kann ich aber nur spekulieren. Für Deutschland zeichnete der Journalist Constantin Schreiber 2017 auf Basis von Besuchen in 13 deutschen Moscheen ein eher negatives Bild: „Es ging fast immer um ‘wir’ und ‘die’“, sagte er in einem Interview, „Wir Muslime und die Anderen, die Deutschen, die Ungläubigen. Integration wurde eher als Bedrohung der reinen Lehre dargestellt14.“ Aufrufe zur Gewalt hörte Schreiber keine. Da waren aber auch keine Predigten, die zum Zusammenleben mit der Mehrheitsgesellschaft etwas Positives beigetragen hätten: „ … schlimmstenfalls wurde das Leben in Deutschland, Demokratie und unsere Gesellschaft abgelehnt. Ich würde gerne ein positives Beispiel anführen, eine Predigt, die Weltoffenheit ausstrahlt, eine Brücke baut zum Leben in Deutschland. Leider haben meine Moscheebesuche ein solches Beispiel nicht ergeben.15“ 

Konzentrieren wir uns nun auf die Theologie der Muslimbruderschaft. Von allen modernen dschihadistischen Gruppen ist sie die einflussreichste, mit Verbindungen zu Dschihadisten in der ganzen Welt16.

Wie gefährlich die Muslimbrüder sind, zeigte sich unter anderem im Sudan. Dort gewann der Muslimbruder-Ableger NIF17 in den 1990er-Jahren Einfluss auf die Regierung und richtete mit seinem Islamisierungs-Projekt ein schreckliches Blutbad an18

Die Muslimbrüder sind Sunniten, wie weltweit etwa 85 % aller Muslime. Ihre Gedanken haben aber auch unter den 15 % Muslimen schiitischen Glaubens Anklang gefunden. So waren Ruhullah Khomeini und die mit ihm verbundenen Kleriker stark von Lehrern der Muslimbruderschaft und ihren Vorgängern beeinflusst.

Zu den bekanntesten Denkern der Muslimbrüder zählen die Salafisten Jamal alDin al-Afghani (1839–1897), Muhammad Abduh (1849–1905) und Rašīd Riḍā (1865–1935). Außerdem der Gründer der Muslimbruderschaft Hassan al-Banna (1906–1949) sowie Sayyid Abū l-Aʿlā Maudūdī (1903–1979) und Sayyid Qutb (1906–1966).

Woraus sich der Hass dieser Männer auf Israel speist, hat der israelische Journalist und Analyst Haviv Rettig Gur nachgezeichnet. Die folgende Darstellung basiert auf der Podcast-Sendung „Why don’t Palestinians have a state?“, in der er von Josh Szeps interviewt wurde19

Im 19. Jahrhundert machten sich al-Afghani und Muhammad Abduh Gedanken über die Stärke der europäischen Mächte und die Schwäche des Osmanischen Reiches sowie der kolonisierten muslimischen Länder: Wie kann es sein, dass die Christen so viel erfolgreicher sind als die Muslime, wo doch der Islam die einzig wahre Offenbarung ist, beauftragt, die gesamte Menschheit zu erobern und zu erlösen?

Offenbar, so vermuteten sie, hat Gott die Muslime bestraft, weil sie nicht mehr ein so reines Leben führen wie in den Anfangszeiten des Islam. Diese Zeiten stellen sie sich idealer vor, als sie wohl jemals waren. Damals, als die Muslime noch erfüllt waren von Frömmigkeit, waren sie erfolgreiche Eroberer. Inzwischen haben sie sich von der modernen Lebensweise anstecken lassen. Um die ruhmreichen Zeiten des Ursprungs wieder aufleben zu lassen, müssen sie zur ursprünglichen Reinheit zurückkehren. 

Aus einem Blickwinkel der islamischen Schwäche heraus beschäftigte sich Rida auch mit dem Zionismus – und er tat dies zu Beginn sogar mit einer gewissen Sympathie. Im Zionismus sah er den Wunsch der unterdrückten Juden, zu ihrem wahren Wesen zurückzukehren. Genau das wollte er für die Muslime auch. Rida sah es positiv, dass Theodor Herzl beim Sultan vorsprechen wollte, um für die Juden um Autonomie unter osmanischer Herrschaft zu bitten. Autonomie unter muslimischer Herrschaft – daran hatte Rida nichts auszusetzen.

Doch dann verfolgte Rida die zionistischen Debatten weiter. Er las von der Verzweiflung und Angst der Juden angesichts des sich abzeichnenden Zusammenbruchs des alten Europa. Imperien bröckelten, Völker entwickelten einen Nationalstolz, in dem die Juden keinen Platz hatten. Juden waren bald so schlimm verfolgt wie seit Jahrhunderten nicht mehr.

Da begann Rida zu verstehen: Was die Juden brauchen, ist nicht eine wie auch immer geartete Teil-Autonomie. Sie brauchen nationale Selbstbestimmung – und das auf muslimischem Boden. Das aber wäre für die Muslime eine theologische Katastrophe.

Eine theologische Katastrophe? Warum? Nun, dass Ägypten unter britischer Herrschaft stand: Damit konnte man vorübergehend leben. Schließlich waren die Briten damals noch das mächtigste Imperium der Weltgeschichte. Aber die Juden? Die waren das schwächste Volk auf Erden. Verachtete Außenseiter, die fliehen mussten vor Pogromen mit nichts als der Kleidung an ihrem Leib.

Und von diesen armseligen Hungerleidern sollte sich der Islam zurückdrängen lassen? 

1898 warnte Rida die Araber Palästinas: „Ihr werdet euch von dem schwächsten Volk der gesamten Zivilisation, das aus jedem anderen Land vertrieben wurde, verdrängen lassen. In eurem Land werden die Schwächsten die Herren sein.“

Wenn die Juden den Islam zurückdrängen können: Wie schwach muss der Islam sein! Diese Demütigung darf auf keinen Fall hingenommen werden, fand Rida.

Mit palästinensischem Nationalismus hatte all das nichts zu tun. Auch Ridas Schüler Hassan al-Banna, hatte davon noch nie gehört. Bürgerrechte, Ein- oder Zweistaatenlösung, Militärherrschaft – all das interessierte ihn nicht im Geringsten. Was ihn umtrieb, war die Schwäche des Islam und ihre Überwindung.

Das war der geistige Hintergrund, vor dem Hassan al-Banna 1928 in Ägypten die Muslimbruderschaft gründete. 

Was ich dabei nicht verstehe: 

Die von Arabern bewohnte Weltregion ist riesig. Sie erstreckt sich über nahezu den gesamten Nahen und Mittleren Osten, die gesamte Arabische Halbinsel und ganz Nordafrika. Auf einer Landkarte, die diese gewaltige Region darstellt, sind Israel, Gaza und die Westbank kaum noch darstellbar, so winzig sind sie. Warum um alles in der Welt soll es eine derart schlimme Demütigung sein, wenn die Araber von diesem winzigen Teilchen ihrer Mega-Region ein noch winzigeres Teilchen den Juden überlassen, damit das riesige Mega-Volk der Araber und das Mini-Mini-Völkchen der Juden in Frieden koexistieren können? Damit soll der Stolz des Islam stehen und fallen? 

Nun, die 1987 gegründete Muslimbruder-Tochtergesellschaft Hamas sah das so. Um an ihrer Unversöhnlichkeit keinen Zweifel zu lassen, erklärte sie in ihrer Gründungs-Charta von 1988 Palästina zu heiligem islamischem Kernland. Kein nichtmuslimisches Volk darf darin seine Unabhängigkeit erklären. In heiligem islamischem Kernland kommt etwas anderes als Unterwerfung unter den Islam nicht infrage.

Vor diesem Hintergrund sollte auch dem letzten Free-Palestine-Aktivist klar werden, was mit „Freiheit“ im Zusammenhang mit Palästina gemeint ist: Unterwerfung. Was al-Banna den Hamas-Terroristen auftrug, war die „Befreiung“ Palästinas von jeder nicht-islamischen Kontrolle. Darunter verstand er nicht weniger als die vollständige Unterwerfung aller unter das Gesetz der Scharia. Ausdrücklich forderte er die Wiedereinführung von so grauenhaften mittelalterlichen Strafen wie Auspeitschen, Steinigen und Abhacken von Gliedmaßen20

Einflüsse aus Europa

Die Charta der Hamas beruht nicht nur auf islamischen Quellen und islamischer Theologie. Auch der europäische Antisemitismus findet darin seinen Niederschlag. 

Ein Machwerk des europäischen Antisemitismus, aus dem auch die Hamas zitiert, sind die „Protokolle der Weisen von Zion“, ein gehässiges Lügen-Pamphlet vom Anfang des 20. Jahrhunderts, das seit den 1920er-Jahren auf Arabisch verbreitet wurde.

Was steht in den „Protokollen der Weisen von Zion“?

Darin wird den Juden unterstellt, sie würden gezielt zersetzende Lehren verbreiten sowie politische Gegensätze und soziale Spannungen schüren. Neid und Hass, Streit und Krieg, Hunger und Seuchen seien ihr Werk. Sie lenkten die Presse, hievten ungeeignete Personen in hohe politische Ämter und zwängen den Regierungen durch Terror und Mordanschläge ihren Willen auf. Derart geschwächt, würden die Völker reif für den „König aus dem Blute Zion“, der schließlich durch einen Staatsstreich die Macht in allen Staaten gleichzeitig übernehmen solle. Alle Religionen außer der jüdischen würden dann verboten werden.

Dass die Londoner Times diesen Unsinn bereits 1921 als Fälschung entlarvte, tat dem Siegeszug der „Protokolle“ im arabischen Raum keinen Abbruch. Immer wieder wird dort ihre Echtheit behauptet, so am 26. Oktober 2001 in der ägyptischen Zeitung Al-Akhbar – unter Berufung auf ein judenfeindliches Handbuch aus der Nazi-Zeit.

Die „Protokolle“ waren nicht die einzige antisemitische Hassorgie, die in der arabischen Welt seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Klima vergiftete. Aber sie waren eine der einflussreichsten. 1970 landeten die „Protokolle“ im Libanon auf Platz 1 der Sachbuch-Bestsellerliste. Bis heute gehören sie – neben Hitlers „Mein Kampf“ – zu den meistgelesenen Texten in der arabischen Welt.

Die Hamas ist nicht zuletzt ein gelehriger Schüler der Nazis. Der Hass der Nazis gegen die Juden wurde in der Region durch einen palästinensischen Ober-Nazi vermittelt, den auch die Hamas-Terroristen verehren: Mohammed Amin al-Husseini (1895/-6/-7–1974), ab 1921 Großmufti von Jerusalem. Bei den Briten und später bei den Nazis war er als der Anführer der Palästinenser anerkannt. Sein Hass auf die Juden kannte kein Maß. Immer wieder appellierte er an die Muslime: „Tötet alle Juden, wo immer ihr sie findet!“ Er mobilisierte Muslime für die Waffen-SS und versuchte, die Flucht von Juden vor den Nazis aus Osteuropa zu verhindern. Wahrscheinlich hat er mit Adolf Eichmann zusammen einen Holocaust in Nahost geplant. Fest steht, dass er den Plan zur Ausrottung aller europäischen Juden kannte und sich bei seinem Freund Hitler für die Ausweitung des Holocaust auf Palästina einsetzte. al-Husseini wusste, wovon er redete: Er hatte mehrere Nazi-KZs mit eigenen Augen gesehen. 

Nach dem Krieg sorgte al-Husseini dafür, dass die arabischen Staaten den UN-Teilungsplan (Zweistaatenlösung) ablehnten. Palästinensische Araber, die mit den Juden verhandeln wollten, ließ er ermorden. 1948 förderte er den Krieg gegen Israel.

Amin al-Husseini wird heute noch von den beiden tonangebenden Terror-Organisationen der Palästinenser, der Hamas und der PLO, wie eine Vaterfigur verehrt. Der angeblich gemäßigte Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, macht da keine Ausnahme. Erst am 15. Februar 2026 wurde in der Westbank der Grundstein für eine Mehrzweckhalle gelegt, für die Abbas die Schirmherrschaft übernommen hat. Ihr Name: Großmufti-Haj-Amin-al-Husseini-Halle21.

Dieser unermüdliche Reisende in Sachen Holocaust also war es, der der antisemitischen Hass-Propaganda der Nazis in den arabischen Ländern zum Durchbruch verhalf. Denn erst al-Husseini sorgte für den passenden Propaganda-Sound als Berater bei Radio Zeesen, dem Nazi-Sender für die arabischen Länder. Schließlich wusste er, was bei der muslimischen Zielgruppe ankam. Und so lernten die Menschen überall in Nahost und Nordafrika musikalische Refrains wie „Im Himmel Allah, auf Erden Hitler“.

Der Erfolg war durchschlagend. Am 26. April konnte Goebbels in sein Tagebuch eintragen: „Die vierhundert Millionen der mohammedanisch-arabischen Bevölkerung stehen uns absolut zur Verfügung.“ Und der Hass, der damals gestreut wurde, wirkt bis heute nach. Weiter getragen wurde er unter anderem durch so einflussreiche Zuhörer wie Sayyid Qutb und – Zeesen sendete auch in Farsi – den späteren Revolutionsführer Chomeini22

Was al-Husseini im Gegenzug für seine Unterstützung der Nazi-Propaganda verlangte? „Unsere grundlegende Bedingung für eine Zusammenarbeit mit Deutschland war, freie Hand zu haben, um jeden einzelnen Juden aus Palästina und der arabischen Welt auszurotten“, schrieb er in seinen Lebenserinnerungen23.

War der Hass gegen die Juden in den frühislamischen Quellen und in der Theologie der Muslimbrüder bereits angelegt, so entwickelte er sich unter dem Einfluss der Nazi-Propaganda zu einer Erbarmungslosigkeit, die jedes menschliche Maß übersteigt.

Wer die Juden Israels nicht vertreiben oder ermorden möchte, braucht bei Wahlen in Gaza und der Westbank gar nicht erst anzutreten. Das gilt nicht nur für die Hamas, sondern auch für die PLO. Die rief in ihrer Gründungs-Charta von 1964 ebenso zur Zerstörung Israels auf wie in der überarbeiteten Fassung von 1968. Wie das zu verstehen sei, erklärte Arafat unter anderem 1972 nach dem Attentat von München: Alle Juden seien legitime Terror-Ziele24. Das taktische Eingehen auf eine Zweistaatenlösung hat daran nichts geändert: Diese Lösung liefe in der PLO-Lesart auf zwei palästinensische Staaten hinaus25. Und was die Absichtserklärungen aus den 90er-Jahren betrifft, nach denen die israelfeindlichen Passagen aus der PLO-Charta getilgt werden sollten: Die wurden nie umgesetzt26

Ausdrücklich lehnt die PLO-Charta bis heute jegliche Friedensverhandlungen ab. Die Aushandlung und Unterzeichnung der Oslo-Verträge ändert daran nichts. In Oslo erreichten die Palästinenser, so Arafat, dass die Israelis „ein Trojanisches Pferd in ihrer Mitte zulassen“27. Und tatsächlich hatte sich die Zahl der Terror-Opfer in den ersten zehn Jahren nach Oslo verdreifacht28.

Die andere palästinensische Terror-Organisation in Regierungsverantwortung, die Hamas, betreibt einen Fernsehsender für Kinder, in dem Juden ganz selbstverständlich als „die Brüder von Affen und Schweinen“ bezeichnet werden. Sie führt niedliche Figuren im Micky-Maus-Stil ein, die, nachdem die Kinder sie liebgewonnen haben, von Israelis ermordet werden. Danach tritt eine neue niedliche Identifikationsfigur auf, die den Kindern so kindgerechte Botschaften vermittelt wie „Ich werde, so Gott will, alle Juden aufessen“29

Für ihre erwachsenen Leser stellt die Hamas klar, dass die Ermordung aller Juden religiöse Pflicht ist: „Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm das Heil gewähren,“ zitiert die Hamas-Charta die al-Bukhari Hadith, „hat gesagt: ‚Der Tag des Gerichts wird nicht kommen, bis die Muslime gegen die Juden kämpfen (und die Juden töten).‘30“ 

Im Libanon ist es die Iran-hörige Hisbollah, die ihren maßlosen Hass auf Juden in ständigen Raketenangriffen gegen Israel austobt. Ihre drei Ziele sind: Ausmerzen dessen, was sie den „westlichen Imperialismus“ im Libanon nennt; Umwandlung des Libanon in einen islamischen Staat; Zerstörung Israels. Dass sie mit ihrem Terror keine Zivilisten schont, ist Programm. Zu den Botschaften, die ihr Sender ausstrahlt, gehören so reizvolle Verse wie: „Schreib in fließendem Blut: Tod! Tod! Tod Israel! Bring mit explodierendem Körper Tod! Tod! Tod über Israel!31“ 

Als die Hamas am 7. Oktober 2023 im Süden Israels Zivilisten verbrannte, vergewaltigte, lynchte und entführte, hatte auch die Hisbollah bereits alles fertig vorbereitet für einen Überfall auf Israels Norden, ebenso bestialisch, aber in vielfach größeren Dimensionen. Nur das Eingreifen der israelischen Armee konnte diesen Alptraum verhindern32

Wie ist es möglich, dass wir im Westen nicht verstehen, mit was für einem entsetzlichen, durch nichts zu beschwichtigenden Feind Israel es tun hat? Dass sich die Parolen auf unseren Straßen und in unseren Universitäten nicht gegen die Feinde Israels richten, die auch uns vernichten wollen, sondern gegen Israel, das auf unserer Seite steht? Dass auf Demos hierzulande die Flagge Palästinas weht, dessen Anführer noch stets genozidalen Terror verherrlicht haben, nicht aber die Flagge Israels, der einzigen Demokratie in Nahost? 

Teilweise mag es daran liegen, dass wir Israels Feinden nicht zuhören. Deshalb folgen nun Zitate mit islamistischen Hass-Botschaften gegen Juden33

Islamistische Hass-Botschaften gegen Juden 

„Je erbarmungsloser du tötest, desto mehr Erbarmen wirst du erwerben, desto größer wird dein Lohn sein.“
Hasan al-Banna (1906–1949), Gründer der Muslimbruderschaft, aus: Five Tracts of Hasan Al-Banna 

„Juden als Juden waren von Natur aus darauf aus, Allahs Wahrheit zu bekämpfen und Unheil und Verwirrung zu stiften.“
Sayyid Qutb (1906–1966), einflussreicher Ideologe der Muslimbruderschaft 

„Wer einen Juden tötet, dem ist ein Platz in der anderen Welt sicher.“
„Tötet Juden, wo immer ihr sie findet! Ihr vergossenes Blut erfreut Allah!“
Mohammed Amin al-Husseini (1995, -6 od. -7 bis 1974), Großmufti von Jerusalem, Nazi, Anführer der Palästinenser, Vaterfigur des Palästinismus

„Tötet die Juden, bevor sie euch töten … Es ist die Pflicht der Ägypter, die Juden zu vernichten und ihr Eigentum zu zerstören. … Die Juden planen, eure Frauen zu vergewaltigen, eure Kinder zu töten und euch zu vernichten. … Eure einzige Hoffnung auf Rettung liegt darin, die Juden zu vernichten, bevor sie euch vernichten.“
Rashid Ali al-Gaylani (1892–1965), irakischer Ministerpräsident, am 7. Juli 1942

„Wir wollen keinen Frieden. Wir wollen Krieg, Sieg. Friede bedeutet für uns die Zerstörung Israels, nichts anderes.“
Jassir Arafat (1929–2004), Friedensnobelpreis-zertifizierter Terrorfürst 

„Ein unabhängiger Staat in der Westbank und in Gaza ist der Anfang der Endlösung.“
Abu Iyad, PLO-Führer (1977)

„Israel führt Krieg gegen alle Muslime und beabsichtigt, alle islamischen Länder zu besetzen.“
Ruhollah Khomeini (1902–1989), Revolutionsführer und iranisches Staatsoberhaupt, 31. Oktober 1971

„Die bloße Tatsache, als Jude geboren zu sein, macht einen zum Feind des Islam.“
Ruhollah Khomeini, Dezember 1985

„Israelis zu töten, ist ein Akt religiöser Hingabe („ibada“).“
Motto der Izz ad-Din, des militärischen Flügels der Hamas

„Der einzige Grund für einen Waffenstillstand besteht darin, sich auf die letzte Schlacht vorzubereiten … Es ist völlig ausgeschlossen, dass der wahre Islam jemals zulassen wird, dass ein jüdischer Staat im muslimischen Nahen Osten überlebt. Israel ist ein Unding. Es ist ein Frevel gegen Gott.“
Scheich Nizar Rayyan (1959–2009), Professor für islamisches Recht und eine führende geistliche Autorität der Hamas 

„Jüdische Kinder überall sind legitime Ziele.“
Dr. Mahmoud alZahar, Absolvent der Medizinischen Fakultät der Universität Kairo und Mitbegründer der Hamas, 6. Januar 2009
(So viel zum Slogan “Kindermörder Israel”. Sage mir, was du den Juden vorwirfst, und ich sage dir, was du tust.)

„Habt keine Gnade mit den Juden, egal in welchem Land sie sich befinden. Bekämpft sie, wo immer ihr seid. Wo immer ihr ihnen begegnet, tötet sie.“
Ahmad Abu Halabiya, ehemaliger Direktor der Islamischen Universität in Gaza, 13. Oktober 2000

„Keiner der Juden schreckt davor zurück, jedes nur erdenkliche Übel zu begehen. . . . Sie sind alle Lügner. Sie alle wollen die Wahrheit verdrehen, doch wir sind im Besitz der Wahrheit. . . . Sie sind es, die abgeschlachtet und getötet werden müssen, wie Allah, der Allmächtige, sagte: ‚Bekämpft sie: Allah wird sie durch eure Hände quälen, sie demütigen und euch helfen, sie zu besiegen, und er wird die Herzen der Gläubigen erleichtern.‘“
Dr. Ahmad Abu Halabiya, Rektor der Islamischen Universität von Gaza, 2000

„Die Juden werden unter unserer Herrschaft nicht in Frieden und Wohlstand leben. Verrat wird im Laufe der Geschichte stets ihr Wesen prägen. Der Tag wird kommen, an dem sich die ganze Welt der Juden entledigen wird.“
Hamas-Scheich Ibrahim Mudeiras

Hat Israel Einfluss auf den Hass seiner Feinde?

Was kann Israel tun, damit seine Feinde ihren Hass mäßigen?

Nach den obigen Zitaten sollte sich die Antwort von selbst verstehen: nichts.

Der Westen gibt sich gern der Illusion hin, Israel könne sich mit seinen Feinden verständigen, indem es diesen oder jenen Grenzübergang öffnet, dieses oder jenes Stück Land zurückgibt, diese oder jene Siedlung räumt, die Lage in der Westbank oder in den Gefängnissen verbessert – was sehr wohl zu wünschen ist – oder in der Flüchtlingsfrage Entgegenkommen zeigt. Er sieht die Ursache des Konflikts im Gaza-Krieg, in der Besatzung der Westbank und in dem angeblich vorenthaltenen Staat Palästina. Wenn nur erst die Palästinenser in Gaza und der Westbank in freien Wahlen selbst bestimmen könnten, von welchen Terroristen sie sich tyrannisieren lassen wollen, dann sei der Friede da.

Leider würde all das am Hass der Feinde Israels nicht das Geringste ändern. Denn dieser Hass ist ideologisch motiviert34. Die Feinde Israels wären erst zufrieden, wenn alle Juden aus Israel verschwunden wären, lebendig oder – lieber – tot. Und selbst das wäre ihnen nicht genug: Was sie stört, ist, dass es Juden überhaupt gibt.

Die Juden wollen leben, ihre Feinde wollen sie töten: Das ist der ganze Konflikt.

Um das zu erfahren, brauchen wir nur Israels Feinden zuzuhören. Zum Beispiel dem salafistischen Scheich Muhammad Hussein, der am 17. Januar 2009 im ägyptischen Fernsehsender Al-Rahma sagte35: „Wenn die Juden uns Palästina überlassen würden, würden wir dann anfangen, sie zu lieben? Selbstverständlich nein. Wir werden sie niemals lieben. Auf keinen Fall. Die Juden sind Ungläubige – nicht, weil ich das sage, und nicht, weil sie Muslime töten, sondern weil … es Allah ist, der gesagt hat, dass sie Ungläubige sind. … Was die Juden angeht, sollte eure Überzeugung sein, dass sie Ungläubige sind. Zweitens, dass sie Feinde sind. Sie sind Feinde, nicht weil sie Palästina besetzt haben. Sie wären Feinde gewesen, selbst wenn sie gar nichts besetzt hätten. … Unser Kampf gegen die Juden ist ewig und wird nicht enden, bis zur letzten Schlacht …, bis kein einziger Jude mehr auf der Erde übrig ist.“

Und das ist keine Einzelmeinung. Das ist in arabischen Ländern der allgegenwärtige Sound des Antisemitismus. Der Journalist Kenneth R. Timmerman bringt es auf den Punkt: „Der Hass auf die Juden kommt zuerst. Alles andere dient nur seiner Rechtfertigung.36

Dieser Hass hat religiöse Wurzeln und wurde durch die gehässige Nazi-Propaganda noch verstärkt. Auf UN-Konferenzen gegen Rassismus wie der in Durban am 8. September 2001 verteilen die Muslimbrüder arabische Übersetzungen von „Mein Kampf“ und den „Protokollen der Weisen von Zion“37. Die Saat, die Deutschland während der Nazi-Jahre gesät hat – in den arabischen Ländern geht sie weiter auf. Und längst kehren die Früchte auch wieder zu uns zurück. 

Wie der politische Islam längst auch uns bedroht 

Deutschland im Jahr 2026: An das muslimische Kopftuch hat sich die Öffentlichkeit gewöhnt, aber kein Jude traut sich mehr mit Kippa auf die Straße. Junge Leute mit Kufiyas gehören zum Alltag, aber Solidarität mit den bedrängten Juden und Israel ist kaum noch sichtbar. An unseren Hochschulen wird die Hamas gefeiert. Bilder von Hamas-Opfern werden von den Wänden gerissen. Hasserfüllte Palästina-Demos gelten als Ausdruck der Meinungsfreiheit. Aber die jüdischen Studentinnen, die sich nicht mehr auf den Campus trauen, gelten offenbar nicht als schützenswert. „Jude“ ist an den Schulen ein gängiges Schimpfwort. Aber die Verbrecher, deretwegen jüdische Kindergärten Polizeischutz brauchen, gehen als ehrenwerte Widerstandskämpfer durch.

Steckt hinter alldem ein Plan? Dieser Frage sind die Autoren eines aktuellen Buchs nachgegangen mit dem Titel „Politischer Islam – eine hybride Bedrohung Europas. Der ‘Civilization Jihad’ der Muslimbruderschaft“38. Die wichtigsten Erkenntnisse möchte ich im Folgenden zusammenfassen. 

Es gibt einen Plan. Verfolgt wird er von der Muslimbruderschaft. Deren Endziel ist die Unterwerfung der gesamten Menschheit unter den Islam. Zu den Zwischenzielen gehört die Rückeroberung aller ehemals muslimischen Länder, wozu Teile Spaniens zählen. Vor allem aber soll das ganze Land „from the river to the sea“ – das heutige Israel, ganz Gaza, Westbank, Golan – wieder unter muslimische Herrschaft kommen. Sprich: Israel soll zerstört werden.

Dass davon viele in der muslimischen Welt träumen, war schon lange bekannt. Wer in arabischen Internet-Foren unterwegs ist, begegnet diesen Vorstellungen ständig. Weniger bekannt ist, dass es auch einen Plan gibt, dieses Ziel zu erreichen, und eine Organisation, die ihn systematisch verfolgt.

Einen Plan zur Islamisierung der gesamten Menschheit hat bereits Muslimbrüder-Gründer Hasan al-Banna zur Zeit der Nazi-Herrschaft entworfen39. Dass die Muslimbrüder auch heute planmäßig vorgehen, wissen wir vor allem aus zwei Strategiepapieren der Organisation.

Das erste Papier enthält den Plan zur Unterwanderung der europäischen Gesellschaften40. Es wurde 1982 verfasst und 2001 während einer Hausdurchsuchung im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September gefunden. Das zweite Papier zielt auf Amerika41 und entstand 1991. Es sieht die Aufgabe der Muslimbrüder darin, „die westliche Zivilisation von innen heraus zu beseitigen und zu zerstören und ihr elendes Haus durch ihre eigenen Hände und die Hände der Gläubigen zu ‚sabotieren‘, damit es ausgelöscht wird und Gottes Religion über alle anderen Religionen triumphiert.“

Wäre es nur der Plan von einer Handvoll weltfremder Verrückter, so müssten wir uns keine Sorgen machen. Aber die Muslimbrüder verfügen heute über ein mächtiges transnationales Netzwerk. Es beeinflusst staatliche Institutionen, generiert Fördermittel, prägt gesellschaftliche Debatten und geht juristisch gegen Widersacher vor. Das unentwirrbare Geflecht an Gruppen und Organisationen reicht vom streng hierarchischen Kaderapparat über Vorfeld- und Unterorganisationen bis hin zu einer weltweiten Massenbewegung. Es gehören Spendenorganisationen dazu, die nicht unbedingt immer wohltätigen Zwecken dienen. Es dürfte auch kaum allen Mitgliedern einzelner Organisationen bewusst sein, dass diese der Muslimbruderschaft angehören. 

Der deutsche Ableger der Muslimbrüder ist die Deutsche Muslimische Gemeinschaft e. V. (DMG). In Europa hat die Muslimbruderschaft einen Fatwa-Rat eingerichtet, bei dem sich Muslime frommen Rat zu allen Fragen ihres Alltags holen können42. Dabei achtet er auf die Einhaltung der Scharia und fordert die Muslime immer wieder auf, sich von der umgebenden Gesellschaft abzusondern. Ausdrücklich verteidigt dieser Rat das Recht islamischer Staaten, Ex-Muslime zu töten.

Zu den mächtigsten Partnern, die die Muslimbrüder mit gewaltigen Summen unterstützen43, gehören Katar, Kuwait, die Türkei und der Iran. Die Türkei investiert vor allem in die Beeinflussung von Kindergärten und Schulen, während Katar sich der Manipulation westlicher Universitäten verschrieben hat.

Wie sich Katars Finanz-Spritzen auf die Politik auswirken können, lässt sich in Frankreich beobachten44. Dort ist die Wirtschaft von Katar bereits derart abhängig, dass Frankreich sich Solidarität mit Israel nicht mehr leisten kann. Deutschland muss sich vorsehen, nicht in eine ähnliche Abhängigkeit zu geraten: Sein Außenhandelsvolumen mit dem Hamas-Partner Türkei beträgt 37 Milliarden Euro45

Viele Punkte ihres Plans haben die Muslimbrüder bereits abgearbeitet. Schauen wir uns an, was sie vorhaben, was sie bereits unternommen und was sie erreicht haben.

Nicht alle Aktivitäten und Entwicklungen, die ich im Folgenden schildere, geschehen bewusst in der Absicht, unsere Demokratie zu untergraben. Aber die Muslimbrüder verstehen, sie alle für ihre Ziele zu nutzen. 

Staat und Gesellschaft sollen an islamische Normen gewöhnt werden. Dazu gehören etwa Beträume in Schulen, Berücksichtigung des Ramadan in der Terminplanung, Kopftuch im öffentlichen Dienst, geschlechtergetrennte Räume, Schwimmzeiten für muslimische Frauen in städtischen Schwimmbädern und öffentliches Beten. All das gibt es bereits. Es werden auch bereits Kinder und Jugendliche in muslimischen Jugendorganisationen auf die Konfrontation mit der Gesellschaft vorbereitet. In Schulen und an Universitäten kommt es zur Ablehnung von Unterrichts- und Lehrinhalten, muslimische Schülerinnen verweigern den Schwimm- und Sportunterricht46.

Alles, was die Trennung zwischen Muslimen und Nichtmuslimen verschärft und verdeutlicht, ist den Muslimbrüdern willkommen. Diesem Ziel dient auch das Kopftuch47. Was auch immer der Grund sein mag, warum eine Frau das Kopftuch trägt, sei es unter Zwang oder aus freien Stücken: In der Strategie der Muslimbrüder dient das Kopftuch der Trennung zwischen Muslimas und nichtmuslimischen Frauen sowie zwischen „guten“ und „schlechten“ Muslimas. 

Freundschaften zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen und gemeinsame Feste sind unerwünscht. Daher werden Muslime ermahnt, sich nicht an Weihnachts- und Silvesterfeiern zu beteiligen. Um sie vom Neujahrsfest fernzuhalten, feiern viele Moscheen an diesem Tag die „Eroberung Mekkas“48

Gleichzeitig soll die öffentliche Meinung für islamistische Positionen gewonnen werden. Daher unterhalten die Muslimbrüder mit großzügiger Unterstützung aus Katar viele Fernseh- und Radiosender, Websites sowie Nachrichtenportale und bespielen die Sozialen Medien massenhaft mit ihren ideologischen Botschaften.

Ganze Arbeit hat Katar insbesondere mit seinem Haussender Al Jazeera geleistet. Auf Arabisch vertritt er unverblümt die Ideologie der Hamas. Das englische Programm verfolgt dieselben Ziele, ist aber geschickt an die Empfindlichkeiten eines internationalen Publikums angepasst. Der Antisemitismus kleidet sich hier in die Empörung über das Leid der Palästinenser, das in persönlichen Schicksalen wieder und wieder vorgeführt wird. Juden dagegen kommen als Menschen bei Al Jazeera nicht vor. Israel wird unpersönlich gezeichnet als übermächtige Institution, die grundlos Gewalt gegen Zivilisten ausübe. Der Terror des 7. Oktober wird ausgeblendet. Von dem Leiden der Israelis unter dem Beschuss von Hamas, Hisbolla, Huthis und Iran erfährt man nichts.

Die Wirkung des Senders reicht weit über das eigene Publikum hinaus: Westliche Medien wie BBC, ARD und ZDF übernehmen oft 1:1 seine Hamas-zertifizierte Berichterstattung über Gaza.

Wenn ein deutscher Journalist schnell zu einem Thema rund um Islam und Integration eine muslimische Meinung braucht, wird er sich in der Regel zuerst an Organisationen wenden, die den Muslimbrüdern nahe stehen. Denn die haben dafür gesorgt, dass immer sofort ein linientreuer Ansprechpartner zur Verfügung steht. Das erleichtert es den Muslimbrüdern, sich als alleinige Vertretung des Islam zu inszenieren und das öffentliche Bild des Islam zu prägen: Muslimas tragen Kopftuch, Muslime trinken keinen Alkohol, essen nur Halal, fasten im Ramadan und so weiter. Die liberalen Muslime, auf die wir eigentlich setzen sollten, kommen dabei nicht vor.

Mit ihrer Medienmacht gelingt es den Islamisten immer wieder, gesellschaftliche Diskurse in die erwünschte Richtung zu lenken49. So sprach man nach dem Terror-Anschlag vom 11. September 2001 bald nur noch über die Diskriminierung von Muslimen. Und nach dem Massaker vom 7. Oktober 2023 dauerte es nur wenige Stunden, bis aus den Tätern Opfer und aus den Opfern Täter geworden waren50.

Um auch gegenüber dem Staat ihren Alleinvertretungsanspruch durchzusetzen, achten die Muslimbrüder sorgfältig darauf, den legalen Rahmen möglichst einzuhalten. Ihre wahren Ziele kommunizieren sie nur intern. Nach außen treten sie auf als überzeugte Demokraten51. Das führt dazu, dass sie in Präventions- und Deradikalisierungsprogramme eingebunden werden52, wo sie mit staatlicher Unterstützung ihre radikalen Botschaften verbreiten können.

Was die staatlichen Stellen dabei übersehen: Auf Gewalt verzichten die Muslimbrüder nur so lange, wie es ihnen in dem jeweiligen Land aus taktischen Gründen sinnvoll erscheint. Diese Entscheidung können sie jederzeit widerrufen53. Daran sollten insbesondere die Verantwortlichen für unsere Sicherheitsapparate denken. Auch die werden bereits unterwandert, nicht zuletzt um die Beobachtung von islamistischen Gefährdern zu sabotieren54

Heute schon steht hinter dem Gewaltverzicht der Muslimbrüder ein Fragezeichen. Denn die Gewalt dschihadistischer Gruppen ist ihnen gar nicht so unrecht. Gibt sie ihnen doch Gelegenheit, sich als moderate Alternative zu empfehlen. 

Während Dschihadisten den Terror-Part übernehmen, installieren sich die Muslimbrüder gar als Ordnungsmacht: Bereits 2014 wandten sich die städtischen Berliner Bäder-Betriebe wegen sexuellen Übergriffen und Krawallen in Freibädern, die von jungen Muslimen ausgingen, hilfesuchend an einen Imam55.

Weitere Institutionen, in denen die Muslimbrüder – wie im Strategiepapier von 1982 vorgesehen – an Einfluss gewinnen, sind Regierungen, Parlamente, Gemeinderäte und Parteien56. Auch mit Kirchen, NGOs und jüdischen Organisationen suchen die Muslimbrüder die Zusammenarbeit57.

Geschickt passt die Muslimbruderschaft ihre Botschaft an die jeweilige Zielgruppe an. Muslimen wird erzählt, die Mehrheitsgesellschaft sei islamfeindlich und rassistisch58. Postkoloniale Linke werden bedient mit dem Märchen von der Hamas als Verbündetem im antiimperialistischen Freiheitskampf für eine bessere Welt59. Bei christlichen und jüdischen Gemeinschaften singt man das Klagelied von der gottlosen Gesellschaft und bedrohten konservativen Werten60

Welche Rolle spielt bei dem Islamisierungs-Projekt der Muslimbrüder die Migration aus islamischen Ländern?

Ganz sicher hat sie ihrem Projekt nicht geschadet61. In Deutschland gilt das besonders für die Einwanderungsbewegung, die 2015 begann. Viele der Migranten kamen aus konservativ religiösen Milieus mit patriarchalen Geschlechterrollen und einer feindseligen Haltung gegenüber Homosexuellen und Juden62

Dabei sah der in islamischen Kreisen sehr populäre Fernsehprediger Yusuf Abdallah al-Qaradawi das Projekt der Islamisierung der europäischen Gesellschaften bereits 2001 weit fortgeschritten63. Von den sieben Phasen des Islamisierungs-Plans seien bereits sechs erreicht: Eine islamische Identität habe sich herausgebildet (Phasen 1 und 2), eine islamische Bewegung sei entstanden (Phase 3 und 4), der Aufbau eigener islamischer Institutionen wie Moscheen und Schulen habe begonnen (Phase 5). Auch habe sich die nicht-islamische Mehrheit an die dauerhafte und sichtbare Präsenz des Islam gewöhnt (Phase 6).

Gegenwärtig befinden wir uns, so al-Qaradawi, in Phase 7. Das bedeutet nicht, dass er die Islamisten kurz vor der Machtergreifung sieht: Sie haben Zeit und verstehen ihren Plan als ein generationenübergreifendes Projekt. Aber wir sind nun in der Phase, in der die Werte der muslimischen Minderheit allgemein durchgesetzt werden sollen.  

Spürbar wird das beispielsweise in dem Ringen um Dominanz im öffentlichen Diskurs. Gegen Personen mit unliebsamen Meinungen werden vielstimmig orchestrierte Kampagnen gefahren. Betroffen sind in Deutschland unter anderem die liberalen Religionspädagogen Mouhanad Khorchide und Ednan Aslan, der Reformer Abdel-Hakim Ourghi und die türkische Frauenrechtlerin Seyran Ateş64. Kritiker wie sie werden eingeschüchtert und ausgegrenzt. 

Dass andere diese verbalen Angriffe als Aufforderung zur Gewalt verstehen, wird in Kauf genommen – wenn es nicht gar beabsichtigt ist: Man kann es damit genug sein lassen, den Feind als Ziel zu markieren – die Verfolgung übernehmen andere. Ein Beispiel aus Frankreich ist der Lehrer Samuel Paty, der erst von Muslimbrüdern in den Sozialen Medien angegangen und schließlich von einem Dschihadisten geköpft wurde. 

Wie weit die Muslimbrüder es mit ihren Methoden bringen können, lässt sich in Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden beobachten. Dort bestimmt schon lange der politische Islamismus in vielen Stadtvierteln das öffentliche Leben. Islamisten rufen „Scharia-kontrollierte Zonen“ aus. Darin sind keine Konzerte mehr möglich; niemand wagt es, Alkohol zu verkaufen; Homosexuelle sind bedroht; Frauen, die nicht traditionell islamisch gekleidet sind, werden belästigt65. In Berlin-Neukölln sieht es nicht besser aus. Und der Druck bleibt nicht auf die entsprechenden Viertel beschränkt. Für Juden ist die Lage so bedrohlich geworden, dass immer mehr von ihnen auswandern.  

Wie stellen sich die Muslimbrüder nun die Machtübernahme vor, in die all das ja irgendwann münden soll66?

Dazu sind keine genauen Pläne bekannt. Aber aus den Schriften wichtiger Vordenker wie Sayyid Qutb sowie aus den Erfahrungen bei der iranischen Revolution von 1979 ergibt sich in etwa folgendes Bild:

Lassen wir die Islamisten weiter gewähren, wird die Verfolgung politischer Gegner weiter zunehmen – postkoloniale Aktivisten und “Queers for Palestine”, die sich für Verbündete halten, eingeschlossen. Wo das enden kann, hat das Mullah-Regime vorgemacht, das 1979 im Iran die Macht übernahm67. Innerhalb kürzester Zeit wurden alle linken Verbündeten Khomeinis ermordet. Die leninistische Tudeh-Partei durfte dabei noch wenige Jahre mithelfen, bis 1982 auch ihre Mitglieder umgebracht wurden68.

Das sollten die postkolonialistischen und queeren Linken bedenken, die sich heute in israelfeindlichen Demos mit der Hamas solidarisieren. Im Kalifat der Muslimbrüder wäre für sie kein Platz mehr. Christen wären Bürger zweiter Klasse. Juden gäbe es allenfalls dann noch, wenn sich eine moderatere Lesart der Muslimbruder-Ideologie durchsetzen würde, die auf die Ermordung aller Juden verzichtet – und nur so lange. Wer keine Religion hat, würde vogelfrei und müsste das Land verlassen.

Ob den Muslimbrüdern ein solcher Coup jemals gelingt? Das hängt davon ab, ob sich die westlichen Demokratien weiter von ihnen an der Nase herumführen lassen. Noch haben viele die Gefahr offensichtlich nicht erkannt. Während unsere Politiker gegenüber Rechtsextremen zurecht äußerst wachsam sind, verhalten sie sich gegenüber der islamistischen Bedrohung erstaunlich sorglos69. Noch stellen die Demokratien sich ständig selbst ein Bein durch Knebelung ihrer Nachrichtendienste, Kompetenzwirrwarr und absurde bürokratische Hürden70 bei der Gefahrenabwehr.

Eine Hoffnung besteht darin, dass keineswegs alle Muslime die Umtriebe der Muslimbrüder gutheißen. Muslimischen Staaten verhalten sich den Muslimbrüdern gegenüber oft sogar noch wachsamer als westliche Demokratien: In Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Jordanien ist die Muslimbruderschaft verboten71. Auch beabsichtigen längst nicht mehr alle muslimischen Staaten die Zerstörung Israels: Ägypten hat 1979 mit Israel Frieden geschlossen, Jordanien 1994. Dem Abraham-Abkommen von 2020 sind bisher die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Marokko beigetreten. Mit dem Libanon laufen 2026 Verhandlungen über ein Friedensabkommen72.

Hierzulande sollten Muslime deutlicher als bisher vor die Entscheidung gestellt werden, mit wem sie es halten: mit den mittelalterlichen Gotteskriegern der Muslimbruderschaft, die auch ihnen ihre Lesart des Islam aufzwingen wollen? Oder mit dem pluralistischen demokratischen Staat, der auch ihre Religionsfreiheit schützt?

Liberale Auslegungen des Islam, die mit Demokratie, Menschenrechten und dem Existenzrecht Israels vereinbar sind, gibt es durchaus. So hat Mouhanad Khorchide eine liberale Theologie vorgelegt, die auch bei Saudis Anklang findet, die sich mit Israel aussöhnen wollen73.

Abdel-Hakim Ourghi74 appelliert an die Muslime, den Prophet Mohammed so menschlich zu sehen, wie er in etlichen Koran-Stellen gezeichnet wird (z. B. Koran 18:110). Das würde Spielraum schaffen für die Unterscheidung zwischen zwei sehr unterschiedlichen Phasen in seinem Leben: Da ist zum einen der frühe Mohammed, dem eine menschenfreundliche Botschaft der Liebe und des Friedens offenbart wurde. Der späte Mohammed dagegen geriet in eine Rolle, in der Machtinteressen im Vordergrund standen. Daher sind die frühen Koran-Verse von der Bereitschaft zur Verständigung mit Andersgläubigen geprägt, während die späten Verse unversöhnlicher klingen.

Ourghi empfiehlt nun, den frühen Koran-Versen den Vorzug zu geben vor den späteren. So müssten Muslime nicht etwa ihre Religion aufgeben, um in der modernen Gesellschaft anzukommen, sondern im Gegenteil: Sie wären sogar noch näher an der Quelle ihrer ursprünglichen Offenbarung. Dem steht jedoch eine mächtige theologische Tradition entgegen, die verlangt, den gesamten Koran von noch späteren Schriften her, den Hadithen und der Sunna, zu interpretieren75. Und die enthalten erschreckend feindselige Aussagen gegen die Juden.

Bisher finden reformatorische Ideen wie die von Khorchide oder Ourghi in den muslimischen Gemeinschaften kaum Resonanz. Stattdessen werden Auslegungs-Traditionen in Ehren gehalten, die den Terroristen als Rechtfertigung ihrer Verbrechen dienen können. Sie finden darin Gründe, die frühislamischen Quellen so zu interpretieren, dass die Vertreibung der Juden aus allen muslimischen Ländern als religiöse Pflicht erscheint76. Da aber irgendwann die gesamte Welt muslimisch werden soll: Welcher Platz bliebe dann für die Juden?

Wer bedroht unsere Freiheit?

Der Antisemitismus von rechts hat zum Holocaust geführt und damit zu dem schlimmsten Verbrechen, das jemals gegen Juden begangen wurde. Aber seit Nazi-Deutschland den Zweiten Weltkrieg verloren hat, haben die Nazis keine Armeen mehr. Heute ist es der Antisemitismus der Islamisten, der über Armeen, Staaten, ein riesiges Reservoir an Anhängern und gewaltige Geldmittel verfügt. Daher geht heute von ihnen die größte Gefahr aus. Und das nicht nur für die Juden: Der Hass der Islamisten richtet sich gegen alles, was uns im Westen lieb und teuer ist.

Die Israelis wollen so leben wie wir.

Die Islamisten wollen uns vor die Wahl stellen: Islam, Unterwerfung oder Tod. 

Nicht Israel, sondern Israels Feinde bedrohen unsere Freiheit. Freund und Feind zu verwechseln: Das können wir uns nicht länger leisten. Dafür sind wir selbst zu gefährdet.

Quellen

Fußnoten

  1. https://www.fls-wiesbaden.de/cdb62727df90 ↩︎

  2. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/28347/umfrage/zuwanderung-nach-deutschland/ ↩︎

  3. https://nius.de/articles/dc0007c3-5a11-4cc9-8ab1-6d597835b70c (Ich verweise auf Nius, weil in den “seriösen Medien” keinen Hinweis auf die Nationalität der Täter gefunden habe.) ↩︎

  4. https://www.youtube.com/watch?v=-en4VilbHL0,
    https://www.instagram.com/reels/DOWJ97DDXSc/ ↩︎


  5. https://www.bmi.bund.de/DE/themen/demokratie-gesellschaft/gesellschaftlicher-zusammenhalt/staat-und-religion/islam-in-deutschland/islam-in-deutschland-node.html, https://de.statista.com/themen/878/muslime-und-islam/#google_vignette ↩︎

  6. Das berichtete Khourchide am 16.06.2026 bei einer Veranstaltung im Kölner Domforum. ↩︎

  7. Patterson (2011) 52 ↩︎
  8. ebd. 51 ↩︎

  9. ebd.
    52f, 82 ↩︎

  10. Sahih Muslim 41:6985, zitiert nach Ourghi (2024) 151 ↩︎

  11. Ourghi (2024) 185ff ↩︎

  12. Ourghi (2024), Anm. 73 ↩︎

  13. Ourghi (2024) 21f ↩︎

  14. http://www.stern.de/panorama/gesellschaft/constantin-schreiber-in-deutschen-moscheen–vieles–was-er-hoerte–entsetzte-ihn-7391238.html ↩︎

  15. Constantin Schreiber: Inside Islam: Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird. Econ, Berlin 2017, S. 245 ↩︎

  16. Heinisch u. a. (2026) 65 ↩︎

  17. https://de.wikipedia.org/wiki/National_Islamic_Front ↩︎

  18. Patterson (2011) 157ff ↩︎


  19. https://www.youtube.com/watch?v=YgeShIGiI5o&t=2s ↩︎

  20. Patterson (2011) 66f ↩︎

  21. https://mena-watch.com/autonomiebehoerde-grossmufti-husseini-vorbild/ ↩︎

  22. https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/kurze-welle-lange-folgen/, Patterson (2011) 85, 131f ↩︎

  23. Patterson (2011) 109 ↩︎

  24. ebd. 245 ↩︎

  25. Patterson (2011) 238, 244 ↩︎

  26. https://mena-watch.com/plo-der-betrug-mit-der-anerkennung-israels/ ↩︎
  27. Patterson (2011) 250 ↩︎
  28. ebd. 251 ↩︎
  29. ebd. 172f ↩︎
  30. ebd. 176 ↩︎
  31. ebd. 206 ↩︎
  32. ebd. 203 ↩︎

  33. aus Patterson (2011) (Übersetzung von DeepL, teilweise von mir umformuliert) ↩︎

  34. Patterson (2011) 92 ↩︎
  35. ebd. 3 ↩︎
  36. ebd. 92 ↩︎
  37. ebd. 132 ↩︎

  38. Als PDF kostenlos erhältlich unter https://www.inlibra.com/de/document/view/detail/uuid/c76c8b46-1480-3d82-a177-88030381059f ↩︎

  39. In seiner Schrift „An die Jugend“ von 1936 (Heinisch u. a. (2026) 36) ↩︎

  40. https://www.investigativeproject.org/documents/misc/687.pdf ↩︎

  41. https://www.investigativeproject.org/documents/20/an-explanatory-memorandum-on-the-general.pdf ↩︎

  42. Heinisch u. a. (2026) 30 ↩︎

  43. ebd.
    13, 92, 111 ↩︎
  44. ebd. 113 ↩︎
  45. ebd. ↩︎
  46. ebd. 87f ↩︎
  47. ebd. 86 ↩︎
  48. ebd. 30 ↩︎
  49. ebd. 105 ↩︎
  50. ebd. 146 ↩︎
  51. ebd. 63 ↩︎
  52. ebd.32f ↩︎
  53. ebd. 58 ↩︎
  54. ebd. 99 ↩︎
  55. ebd. 143 ↩︎
  56. ebd. 53 ↩︎
  57. ebd. 57 ↩︎
  58. ebd. 104 ↩︎
  59. ebd. 104f ↩︎
  60. ebd. 105 ↩︎
  61. ebd. ↩︎
  62. ebd. ↩︎
  63. ebd. 38 ↩︎
  64. ebd. 57 ↩︎
  65. ebd. 133 ↩︎
  66. ebd. 162ff ↩︎
  67. ebd. 167 ↩︎
  68. ebd. 169 ↩︎
  69. ebd. 117 ↩︎
  70. ebd. 209 ↩︎
  71. ebd. 121 ↩︎

  72. https://www.kas.de/de/laenderberichte/detail/-/content/rahmenabkommen-zwischen-libanon-und-israel ↩︎

  73. Ohne Judentum kein Islam: Die verleugnete Quelle (2025) ↩︎

  74. Ourghi (2024) 45 u. a. ↩︎

  75. Einen umfassenden geschichtlichen Überblick über die theologischen Schulen des Islam und ihren Einfluss auf die Gegenwart bietet Küng (2006). ↩︎

  76. ebd. 357, 230 ↩︎

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