Der Feind

Thema: Israel – READ THIS DOSSIER IN ENGLISH
– Warum ich ein Zionist bin
– Hat Israel in Gaza das Völkerrecht gebrochen?
– UNRWA: Ein Brandstifter spielt Feuerwehr
– Müssen wir die jüdischen Siedlungen in der Westbank verurteilen?
– Der Feind
– Antisemitismus im Islam
– Antisemitismus von links
– Ist Solidarität mit Israel unchristlich?
– Mein Statement zum 7. Oktober
– Warum ich das hier mache

Was Greta Thunberg nicht wissen will

Der meines Wissens erbämlichste Moment im öffentlichen Leben der Ex-Klima-Ikone Greta Thunberg ereignete sich im Juni 2025 in der israelischen Küstenstadt Ashdod.

Thunbergs Propaganda-Schiff mit Kurs auf Gaza war von israelischen Soldaten nach Israel gebracht worden. Nun waren Thunberg & Co. eingeladen, ein Video zu sehen: eine Dokumentation der Hamas-Gräuel vom 7. Oktober.

Daraus wurde nichts: Menschliches Leid lässt die verfinsterte Lichtgestalt nicht an sich heran, sofern die Leidenden jüdisch sind. Als das Video begann, wandte Thunberg sich um und hielt sich die Ohren zu. Die Vorführung wurde abgebrochen1.

Wie kann man über Israels Kriegsführung urteilen, ohne sich auch nur im Mindesten dafür zu interessieren, mit welchem Feind Israel es zu tun hat?

Sollte Thunberg doch einmal wissen wollen, mit was für Mordbestien sie gemeinsame Sache macht: Dann steht ihr seit Mai 2026 ein Bericht über die sexuellen Gräueltaten vom 7. Oktober zur Verfügung: „Silenced No More“2. Für diesen Bericht hat eine Kommission zwei Jahre lang über 10.000 Fotos und Videos sowie hunderte Aussagen von Zeugen, Experten und Angehörigen ausgewertet. So hat sie ermittelt, was Hamas & Co. unter Widerstand verstehen:

Was die Hamas unter „Widerstand“ versteht

Was die Kommission vorfand, war systematische sexualisierte Gewalt. Sexuelle Folter mit dem Ziel, ein Maximum an Leid und Qual zu erzeugen. Frauen mit Feuer foltern, sie verstümmeln, gemeinschaftlich vergewaltigen. Gegenstände gewaltsam in ihre Genitalien einführen. In ihr Gesicht und ihre Genitalien schießen. Ihre Leichen schänden. Familien grausam ermorden, vor der Kamera, und die entsetzlichen Videos in den Sozialen Medien posten, um ihre Angehörigen zu quälen und in der israelischen Gesellschaft größtmögliches Entsetzen auszulösen.

Das Video, das Thunberg nicht sehen wollte, ist nicht öffentlich zugänglich: Zu verstörend sind die Szenen, die darauf zu sehen sind. Einen Eindruck davon bietet der kanadische Politik-Berater Warren Kinsella: Zu sehen sind abgehackte Baby-Köpfe; jubelnde Terroristen neben ermordeten Kindern; Rentner-Leichen zwischen ihren Gehstöcken und Rollatoren im Straßenstaub; entblößte Frauenkörper, aus deren Genitalien Rauch aufsteigt oder in deren Genitalien Nägel getrieben wurden; Terroristen, die Handgranaten in zivile Schutzräume werfen, auf flüchtende Festival-Besucher schießen, in Partystimmung ganze Familien ermorden3.

Ein Terrorist hackt mit einer Gartenhacke auf das Genick eines Schwerverwundeten ein. Offenbar ist dieser Terrorist sehr fromm, denn er ruft bei jedem Schlag: „Gott ist groß!“

1200 Menschen haben Hamas und Islamischer Dschihad am 7. Oktober in Israels Süden ermordet, 5400 verletzt. Es war das entsetzlichste Massaker an Juden seit dem Holocaust. Danach zogen sich die Terroristen in den Gazastreifen zurück, zusammen mit 250 Geiseln, die nun die Hölle auf Erden erwartete.

Gaza-Krieg: Der doppelte Genozid der Hamas – und wie Israel ihn verhindert

Auf den Krieg, der nun folgen musste, hatte sich die Hamas jahrzehntelang akribisch vorbereitet. Und das nicht etwa, indem sie Vorkehrungen zum Schutz ihrer Frauen und Kinder getroffen hätte: Die sollten nun als menschliche Schutzschilde dienen, aus deren Deckung heraus die Terroristen auf israelische Soldaten schießen würden.

Schutzräume hatten die Terroristen reichlich geschaffen, ja, mehr noch: Sie hatten ein über 400 Kilometer langes Tunnelsystem gegraben, mit Strom, reichlich Proviant und tausenden Zugängen zu Wohnungen. Aber nicht ein einziger Zivilist durfte diese Zufluchtsorte betreten. Sie waren ausschließlich für Terroristen bestimmt. Die angeschlossenen Wohnungen dienten der Verproviantierung, als Hinterhalte und als Waffenlager. Wobei die Raketen bevorzugt im Kinderzimmer gelagert wurden, unter Betten und Krippen.

Dass die Zivilbevölkerung den unvermeidlichen Angriffen zuerst ausgesetzt war, war Teil eines teuflischen Plans: Je mehr ziviles Leid, desto besser. Ließ sich dieses Leid doch wunderbar filmen und verbreiten, um es Israel anzulasten.

Wie barbarisch die Hamas das Terrain bereitet hatte, auf dem Israel Krieg führen musste: Davon vermittelt Douglas Murray einen Eindruck4.

In jedem zweiten bis dritten Wohnhaus in Gaza waren Waffen gelagert oder Zugänge zu Waffenlagern geschaffen. In jeder Schule und in jedem Kindergarten lagerten Kalaschnikows, Maschinengewehre und Granaten. Spielplätze dienten als Zugänge in das unterirdische Terror-Netzwerk. Gegen jedes Kriegsrecht kämpften die Terroristen in ziviler Kleidung und missbrauchten zivile Gebäude als Deckung. Kinder wurden losgeschickt, um getarnte Bomben in die Nähe israelischer Soldaten zu bringen. Täglich sahen die israelischen Soldaten Gruppen von Zivilisten, die sich ihnen mit weißer Fahne näherten. Und täglich wurden sie aus der Deckung solcher Zivilisten-Gruppen heraus von Terroristen beschossen.

Wie bekämpft man einen zum Völkermord entschlossenen Feind, dem die eigenen Frauen und Kinder, hinter denen er sich versteckt, nichts bedeuten?

Dass Israel alles tat, um unter derart entsetzlichen Bedingungen das Leben der feindlichen Zivilisten dennoch zu schonen, so gut es eben ging; dass Israel sie vor Angriffen rechtzeitig warnte; dass es mitten im Krieg die feindliche Bevölkerung mit Lebensmitteln versorgte, wohl wissend, dass die Hamas den Zivilisten die Care-Pakete vor den Augen wegstehlen würde, um sie selbst zu verprassen oder zu Wucherpreisen weiterzuverkaufen: Wen kümmerte es?

Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters. Und was dieses Auge während des Krieges aus dem Gaza zu sehen bekam, war ausschließlich Hamas-Propaganda, gestreut über den beliebten Hamas-Haussender Al-Jazeera an so unkritische wie bildersüchtige westliche Medien wie BBC, NYT, ARD und ZDF sowie an Tiktok & Co., die kurzatmigen Nachrichtenquellen der jungen Generation.

Und so sah man bald nur noch klagende palästinensische Zivilisten in Ruinen sowie martialisch wirkende israelische Soldaten. Wer will sich da noch mit Kleinigkeiten beschäftigen wie, dass nicht Israel, sondern die Hamas es war, die die ihr anvertrauten Bevölkerung in diese Lage gebracht hatte?

Das Bedrohungs-Potenzial hinter der inszenierten Schwäche

Von der Grausamkeit und Bosheit der Feinde Israels hat der 7. Oktober einen Eindruck gegeben, nicht jedoch von ihrer Gefährlichkeit.

Die Terror-Verbündeten Iran, Hisbollah und Hamas hatten weit Schlimmeres vor als das Hamas-Massaker vom 7. Oktober. Nur die Furcht vor den Ohren des israelischen Geheimdienstes hat sie daran gehindert, sich besser abzustimmen. Hätten sie es getan, so hätte das Horror-Szenario wohl etwas später stattgefunden, dafür in völlig anderen Dimensionen.

Gleichzeitig mit der Hamas hätte im Norden – wie von Sinwar erhofft – die Hisbollah losgeschlagen. Die hatte bereits alles fertig vorbereitet für einen Terrorangriff, dessen Dimensionen alles in den Schatten gestellt hätten, was die Hamas am 7. Oktober verbrochen hat. Aus dem Iran wäre ein Regen an ballistischen Raketen über Israel niedergegangen, den die israelische Luftabwehr nicht mehr hätte abfangen können – von der Atombombe, die bereits in Reichweite war, zu schweigen.

Dass angesichts eines solchen entfesselten Terror-Potenzials die israelische Bevölkerung, oder wer von ihr noch am Leben geblieben wäre, die Flucht ergriffen hätte: Das ist eine realistische Annahme.

Warum nur macht sich im Westen kaum jemand bewusst, dass Israel nur knapp an seiner Zerstörung vorbeigeschrammt ist? Und dass nur äußerste Wachsamkeit und rechtzeitige Militärschläge den Holocaust 2.0 verhindern können, auf den Israels Feinde wie besessen hinarbeiten?

Cyber-Krieg

Eine Ursache ist die exzellente Kommunikation der Terroristen5. Auf Arabisch streuen sie ungefiltert den Hass, der in der fanatisierten Gesellschaft Gazas Anklang findet und neue Terror-Rekruten bringt. In den westlichen Sprachen dagegen verbreiten sie die weichgespülte Lügen-Propaganda, die ihnen unter jungen Menschen Sympathien verschafft. Vor ihren Anhängern brüsten sie sich mit ihren Gräueltaten; in den westlichen Medien leugnen sie sie.

Schon lange vor dem 7. Oktober haben die Terroristen unsere Sozialen Medien entdeckt als hervorragendes Werkzeug, um junge Menschen mit Falschinformationen zu fluten und aus so idealistischen wie naiven und ungebildeten Studenten verbiesterte Israel-Hasser zu machen.

Als dann in Israels Süden die Mörder wüteten, waren die Kommunikations-Spezialisten der Hamas exzellent auf den Cyber-Krieg der Narrative vorbereitet. Ihr 160 Mann starkes Social-Media-Team hatte bereits zahlreiche Fake-Accounts eingerichtet, über die es nun Verwirrung streute und Gegner angriff. Russland, China und der Iran hatten der Hamas dafür riesige Online-Ressourcen zur Verfügung gestellt.

Dass Elon Musk auf X alle Schleusen für Hass-Propaganda geöffnet hatte, machte die Plattform zum bevorzugten Medium der Hamas-Schlächter, gefolgt von Facebook, TikTok, YouTube und Instagram. Ihre Fehlinformationen wurden von Al Jazeera bereitwillig weiterverbreitet. Unsere „seriösen“ Medien bedienten sich gern und unkritisch bei der appetitlich aufbereiteten Propaganda von Al-Jazeera. So schafften es die dreistesten Lügen bis in die Mitte unserer westlichen Gesellschaften.

Liebt der Westen nur tote Juden?

Dass Israel sich gegen seine erbarmungslosen Feinde militärisch behaupten konnte, hat dem Land in der öffentlichen Meinung geschadet. Das gilt besonders für die postkoloniale Linke, die an unseren Hochschulen die Studenten indoktriniert. Ihnen zufolge darf man nur mit denen mitfühlen, die schwach sind. Und so lange Israel überlebt, wird nicht Israel als schwach wahrgenommen, sondern seine Feinde.

Dass diese Feinde keineswegs so schwach sind, wie sie sich inszenieren: Dass sie in Iran, Qatar und der Türkei mächtige Beschützer und Geldgeber haben; dass sie von Russland und China unterstützt werden: Wer wird sich schon von solchen irritierenden Fakten aus dem Konzept bringen lassen?

Sympathie würden postkolonial indoktrinierte Studenten erst dann für Israel empfinden, wenn es schwach wäre. Doch dann wäre es zu spät. Denn Israels Feinde ermorden nur deshalb nicht alle Juden, weil sie es nicht können. Und nur so lange sie es nicht können.

Quellen

Siehe Fußnoten und:

Fotos und Videos vom Hamas-Massaker des 7. Oktober (Achtung: entsetzliche Aufnahmen, nicht für Kinder, nicht für psychisch labile Personen):

Die genozidale Plan hinter dem Massaker des 7. Oktober:

Fußnoten


  1. https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/greta-und-ihre-mitstreiter-wollen-nicht-sehen-wie-die-hamas-mordete-6847ebcd6e8f4710ff2900a6 ↩︎

  2. https://www.civilc.org/silenced-no-more ↩︎
  3. Im dritten Kapitel von Warren Kinsella (2026): The Hidden Hand. The Information War and the Rise of Antisemitic Propaganda ↩︎

  4. In seinem 2025 erschienenen Titel „On Democracies and Death Cults. Israel, Hamas and the Future of the West.“ ↩︎
  5. Zu den folgenden Ausführungen finden Sie Quellen und weitere Details im dritten Kapitel von Warren Kinsella (2026): The Hidden Hand. The Information War and the Rise of Antisemitic Propaganda ↩︎
Nach oben scrollen